Haarpflege: Tipps für gesunde Haare

Ähnlich wie die Haut lassen Haare Rückschlüsse auf das körperliche Wohlbefinden zu und entwickeln darüber hinaus ein untrügliches Langzeitgedächtnis für die kleineren und größeren Sünden des Alltags. Der Zustand der Haare reagiert auf sorglose Lebensgewohnheiten, seelische Belastungen, chronische und akute Erkrankungen, die Einnahme von Medikamenten und Pflegefehler. Schöne Haare sind deshalb in erster Linie gesunde Haare, und eine üppige Frisur trägt als Merkmal von Vitalität zu einem guten Selbstwertgefühl bei. Ob dick oder dünn, lockig, glatt, fein oder widerspenstig: Unabhängig von der Beschaffenheit, Farbe oder vom Alter kann jedes Haar mit der richtigen Pflege bestmöglich zur Geltung kommen. Unsere Tipps zeigen Ihnen, wie Sie die Haare pflegen, die Haarwurzel stärken und mit einer guten Haarpflege bei Haarausfall die Funktionen des haarbildenden Gewebes unterstützen.

Haarausfall mit gesunder Lebensweise vorbeugen

Einen gesunden Körper zu haben hat sehr viel mit gesunden Haaren zu tun. Haarfollikel brauchen für ihre einwandfreie Funktion eine gute Versorgung mit Nährstoffen. Dabei gibt es viele Dinge, die Sie selbst tun können: Eine ausreichende und ausgewogene Ernährung beeinflusst z. B. Ihre Haargesundheit. Versuchen Sie unbedingt, allgemeine Ernährungsmängel zu vermeiden, denn das kann potenziellen Einfluss auf die Menge und Qualität Ihrer Haare haben. Zusätzlich zur ausreichenden Kalorien- und Proteinzufuhr sollten Sie sicherstellen, dass Sie genügend Mikronährstoffe wie Vitamine, essenzielle Fettsäuren und Mineralien mit Ihrer Nahrung aufnehmen. Das ist sehr wichtig, da Mikronährstoffe u.a. für die Bildung von Keratin, dem Haarprotein, verantwortlich sind.

Haare waschen

Die richtige Pflege beginnt beim Waschen der Haare. Ein zwei- bis dreitägiger Rhythmus eignet sich in der Regel am besten für die Haarwäsche zu Hause. Längeres Haar braucht meist keine täglichen Wäschen, und dünnes, feines Haar kann unter allzu häufigem Einsatz von Wasser und Shampoo mitunter leiden.

Tipp 1:

Bürsten oder kämmen Sie vor dem Waschen die Reste von Styling-Produkten sorgfältig aus dem Haar und verwenden Sie anschließend lauwarmes Wasser, um die Haare anzufeuchten.

Tipp 2:

Wählen Sie ein mildes und pflegendes Shampoo, das Ihr Haar nicht mit Zusatzstoffen belastet. Zum Beispiel eignet sich hier das Priorin Shampoo. Es ist für jeden Haartyp geeignet und verzichtet auf Konservierungsstoffe und Parabene. Außerdem bietet das Priorin Shampoo mit einer Inhaltsstoffkombination aus Hirseextrakt, Glykoproteinen sowie dem Pro-Vitamin B5 insbesondere kraftlosem und dünner werdendem Haar eine vitalisierende Pflege.

Tipp 3:

Verwenden Sie eine etwa haselnussgroße Menge Shampoo, das Sie durch Verreiben in der Hand zunächst aufschäumen. Das Shampoo lässt sich dann leichter im Haar verteilen und später gut wieder ausspülen.

Tipp 4:

Massieren Sie das Shampoo sorgfältig mit kreisenden Bewegungen in das Haar ein und achten Sie dabei auf eine sanfte Behandlung der Kopfhaut, um diese zu schonen. Ein einziger Waschgang mit Shampoo recht völlig aus, um das Haar zu reinigen. Spülen Sie im Anschluss die Rückstände des Schaums mit lauwarmem Wasser aus.

Tipp 5:

Etwas kaltes Wasser zum Schluss wirkt erfrischend und fördert die Durchblutung.

Tipp 6:

Gesundes Haar gedeiht auf einer gesunden Kopfhaut am besten. Gönnen Sie sich daher öfters mal eine wohltuende Kopfhautmassage. Das kann ein Masseur oder einer Ihrer Lieben übernehmen. Mit ein wenig Übung können Sie sich sogar selbst ein paar Wohlfühlminuten gönnen. Legen Sie dazu die Spitzen der Finger mit sanftem Druck auf den Kopf und bewegen Sie diese langsam in kreisenden Bewegungen über die Kopfhaut. Anschließend führen Sie die Massage in den Bereichen Hals, Schläfen und Ohren fort.

Haare trocknen

Tipp 1:

Schlagen Sie die nassen Haare in ein Handtuch ein und üben Sie dabei einen leichten Druck aus, ohne zu rubbeln oder zu wringen. Im feuchten Zustand ist das Haar sehr empfindsam – durch zu rabiate Trocknungsmethoden droht Haarbruch oder Spliss.

Tipp 2:

Weil allzu heftiges Ziehen oder Reiben zu Verletzungen der Haarstruktur führen kann, ist ein Kamm mit groben Zinken das richtige Werkzeug, um das nasse Haar nach dem Waschen zu glätten. Wenn Sie bei langen Haaren doch ein effektiveres Mittel brauchen, um Knoten zu lösen, kann eine Bürste mit natürlichen, abgerundeten Borsten hilfreich sein. Gehen Sie dabei sanft mit verfilzten Stellen um, damit das Haar nicht bricht oder ausreißt.

Tipp 3:

Lassen Sie Ihre Haare nach dem Waschen, wenn möglich, an der Luft trocknen. Durch die Hitze des Föhns verliert das Haar Feuchtigkeit und ist anfälliger für Strukturschäden. Das Styling mit Glätteisen, Lockenstab oder Lockenbürste strapaziert das Haar zusätzlich. Muss es nach dem Duschen doch einmal schnell gehen, teilen Sie am besten Haarsträhnen ab, die Sie nacheinander föhnen, ohne die höchste Hitzestufe zu wählen.

Haarstyling, Blondieren, Färben und Tönen

Tipp 1:

Tragen Sie längere Haare nach Möglichkeit offen oder stecken Sie Ihre Frisur nur locker hoch. Versuchen Sie Haargummis zu meiden, die einen straffen Zug erzeugen oder mit Metallteilen am Haar schrubben.

Tipp 2:

Suchen Sie einen guten Friseur auf, wenn Sie Dauerwellen oder eine neue Farbe ausprobieren möchten. Das Blondieren und Färben erzeugt Stress für die Haare, weil die Behandlung im ersten Schritt Pigmente entzieht, im ggf. zweiten Schritt Farbstoffe in das Gewebe einschleust.

Tipp 3:

Schonender lässt sich die Haarfarbe durch eine Tönung variieren: Sie legt sich um das Haar herum, ohne die tiefen Strukturen in Mitleidenschaft zu ziehen. In jedem Fall sollte ein Fachmann die Behandlung übernehmen, der auf die individuelle Beschaffenheit der Haare mit Fachwissen eingehen kann.